Skalopatia
![]()
Ein einzigartiges Naturgebiet auf Kreta ist Skalopatia. Es liegt in Zentralkreta, in der Nähe von Heraklion. Wir beginnen unsere Wanderung im Dorfkafeneion. Von hier aus werden wir eine Strecke von 22km laufen. Wir organisiseren diese Tour wöchentlich von Anfang März bis Dezember, eine Tour die noch überhaupt nicht vom Tourismus entdeckt wurde. Diese Wandertour führt an vielen plätschernden Bächen entlang, die sowohl im Sommer als auch im Winter Wasser führen. In diesem Gebiet leben auch viele Wasserschildkröten. Ein herrlicher Anblick, die Schildkröten zu beobachten, die im erstaunlich klaren, blauen Wasser schwimmen oder sich auf den Felsen am Ufer sonnen.
Für wen ist diese Wanderung geeignet? Wir passen unsere Wanderungen immer an die Teilnehmer an. Je nach Bedarf können wir eine schwere (27km), mittelschwere (22km) oder leichte Wanderung (12km) organisieren. Alle Optionen sind auf Anfrage mögliche. Benötigte Ausrüstung: Wanderschuhe, trockene Socken im Winter, Trinkwasser. Die gesamte Strecke führt nur quer durch die Natur.
Kalderinis auf Kreta: Kalderinis sind alte Pfade aus der Zeit, in der die Verbindung zwischen den Dörfern nur über Eselspfade bestanden. Viele dieser Pfade können Sie auf der Wanderung in Skalopatia entdecken. Diese Kalderinis waren bis 1850 die einzigen Transportwege auf Kreta. Unterwegs sehen Sie auch alte Tränkplätze, an denen das Vieh getränkt wurde. Von vielen Dörfen in Zentral-Kreta führen kleine Kalderinis über die Insel, die letztendlich in der Hauptstadt Heraklion enden. Der Weg in früheren Zeiten war lang mit dem Esel! Auch in Skalopatia reihen sich hier und da diverse Eselspfade aneinander.
Route: Beginn im Dorf-Kafeneion. Nach einem Kaffee steigen wir hinunter nach Skalopatia, durch ein Gebiet mit Weinbergen und Olivenfeldern. Zunächst laufen wir zu einer alter Brücke aus der venezianischen Zeit. Diese Brücke liegt an einer herrlichen Stelle im Tal! Danach steigen wir 500m nach unten, mit herrlichen Ausblicken über die Schlucht. Unten angekommen sehen wir links einen kleinen See, im Schatten von vielen Bäumen wie z.B. Eichen und Platanen. Hier können Sie an der anderen Seite oft schon die ersten Schildkröten sehen. Wir folgen dem Kalderini, der durch einen Wald führt, neben uns ein plätschernder Bach, in dem viele Wasserpflanzen wachsen. Nach ein paar Kilometern kommen wir an eine Stelle, an der gerade im Sommer hunderte von Schildkröten zu finden sind. Hier müssen wir sehr langsam und leise gehen, damit die Schildkröten sich nicht erschrecken, und wir sie beobachten können, wie sie sich auf den Steinen am Ufer sonnen.
Nun geht es auf dem Pfad weiter zu einer alten Schleuse, die früher dazu diente, das Wasser zu stauen. Im Winter müssen wir hier die Schuhe ausziehen. Nach der Schleuse, die sehr schön aus Sandstein gebaut ist, steigen wir wieder zum Bach hinunter. Der Pfad windet sich zwischen imposanten Felsformationen hindurch, und nach ein paar Kilometern umgibt uns dichter Dschungel. Hier finden Sie richtigen kretanischen Wald und überall wachsen einheimische Pflanzen. Auf Kreta gibt es viele endemische Pflanzen – Pflanzen, die es nur hier auf der Insel gibt. Wir wandern ein paar Kilometer auf dem Pfad durch den Wald und kommen in ein Gebiet, in dem der uns umgebende Urwald aus Bambus und Oleander besteht. Wieder ein bisschen später verwandelt sich die Landschaft erneut und wir kommen in einen Orangenhain, der Pfad führt weiter am Bach entlang. Diese Stück unserer Wandertour führt wieder an Felsformationen vorbei und unterdurch. Am Ende dieser Felsformationen kommen wir an das tiefstgelegene Stück einer Schlucht, mit prächtigen Ausblicken auf den Bach und all die Bäume und Pflanzen, die hier wachsen.
Wir haben jetzt die Hälfte geschafft und machen eine Mittagspause und ein Picknick. Am Bach entlang liegt eine alte Siedlung mit Häusern aus aufgeschichteten Sandsteinen – ein verlassenes Dorf. Zwischen den Sandsteinen finden sich viele Fossilien. Nach der Mittagspause laufen wir oberhalb des Baches entlang. Herrliche Natur umgibt uns, bis wir an eine alte, verlassene Kirche kommen. Jetzt sind wir wieder hinabgestiegen auf die Höhe des Baches und treffen hier auch wieder auf Wasserschildkröten. Der Pfad führt von hier aus an Hecken und Zäunen entlang, die als Umzäunung für Schafherden dienen. Wir müssen viele Gatter öffnen – und natürlich wieder schließen, denn die Schafe und Ziegen sollen ja nicht weglaufen können. Wir begegnen vielen Schafsherden, und an den steilen Felswänden klettern die Ziegen. Am Ende der Schlucht kommen wir an einen Viehsammelplatz, hier steht eine weitere verlassene Kirche und ein paar Hirtenhütten. Wir haben das Ende unserer Wanderung erreicht und werden hier abgeholt. Nur auf der langen Wanderung laufen wir weiter bis ans Meer.
|


